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Über den Autor

Anatomie

Männchen

Geboren am

08.10.1978

Wohnt in

Zürich

Studium

Rechtswissenschaften

Hochschule

Universität Zürich

Meine Worte

Endlich! Der FCZ spielt wieder!!! Die Männerwelt ist wieder in Ordnung (...)! Nein... SVP würde ich auch für viel Geld nicht wählen...

Blogs - Februar 2010

Deutsch – Schweizer

Deutsch – Schweizer

vor 7 Monaten

Berlin ist deren Lieblingsstadt. Auch München und Hamburg sind ganz toll – und Stuttgart oder Köln sind auch immer eine Reise wert. Zum Einkaufen sind die nahe gelegenen Städte Koblenz, Rheinfelden und Waldshut einfach ideal. Am Wochenende freuen sie sich auf die Bundesliga. Sie schwärmen für Bayern München, Dortmund oder Schalke und sind mächtig stolz auf die eigenen „Söldner“, die sich im deutschen Fussball durchsetzen und Spiele massgeblich mitprägen. Sie interessieren sich für Schuhmacher und kennen Merkel und Westerwelle besser als Burkhalter und Casanova.

Ihre Lieblingssender sind Pro7, Sat1 und RTL. Sie verehren Stefan Raab, Harald Schmidt und freuen sich immer wieder auf Gottschalk. Sie schauen Tatort, Germany`s next Topmodel und DSDS. Und wenn ihnen bei Sportveranstaltungen der lasche Kommentator auf SF2 auf die Nerven geht, sind sie noch so froh um die Alternative auf ARD oder ZDF. Sie lesen den Spiegel, den Stern und die Gala. Voller Stolz fahren sie Audi und BMW. Sie fahren Mercedes, Volkswagen und Opel. Wenn man fragt, weshalb, kriegt man voller Inbrunst erklärt, dass die deutsche Qualität, der Komfort und das Renomée unschlagbar seien.

Sie lieben deutsche Filme. Bleibtreu, Brühl und Schweiger sind bei ihnen hoch im Kurs. Sie lesen aber auch sehr gerne. Vorwiegend Brecht, Mann oder Wallraff und – oft im Geheimen – Feuchtgebiete oder auch mal eine Biographie von Bohlen. Ihre CD-Regale sind vollgestopft mit Tonträgern von den fantastischen Vier, Grönemeyer, den Ärzten oder Xavier Naidoo. Gerne lauschen sie auch dem Sound von Udo Jürgens oder den Scorpions.

Die Schweiz braucht jährlich 1`200 neue Ärzte, kann aber nur 800 selber ausbilden. Unzählige Betriebe brauchen kurzfristig tüchtiges Personal. Deshalb sind sie froh um deren Hilfe, weil sie gute Arbeit leisten, stets anständig sind und mit wenig Lohn auskommen. Sie diskutieren gerne mit ihnen, sind mit ihnen befreundet, im selben Verein oder gar mit ihnen verwandt. Sie wurden von ihnen noch nie beklaut, beleidigt oder angegriffen. Sie wollen hier nicht einmal Minarette bauen.

Und trotzdem müssen sich Deutsche gehäuft Anfeindungen von ihnen gefallen lassen – anstatt dass man sie vehement in Schutz nimmt.

Schizophrenie ist therapierbar.

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