no. 12: big apples from t...
vor 6 TagenInternationalKolumnenEs gibt Freundeskreise, die aus der Schule oder Nachbarschaft stammen. Es g... [weiter]
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vor 12 TagenKolumnenEs gibt Zeiten im Leben eines Musikers, wo „Intensität“ nicht mehr annähern... [weiter]
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vor 14 TagenFestivalMusic + MoreKolumnenSo, ich war also am Openair Frauenfeld. Am Samstag pünktlich um 19:00 auf d... [weiter]
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Das Geheimnis (14)
vor 4 MonatenKolumnen
die 'Heilige Inquisition'...

Ein Unzeit gemässer Dialog:
Der Immoralist, Forts.
Kann es vorkommen, dass gut und böse verwechselt werden?
Wo die geringe Sehkraft des Auges den häßlichen Trieb wegen seiner Verfeinerung nicht als solchen zu sehen vermag, da setzt der Mensch das Reich des ‘Guten’ an. Je stumpfer das Auge, desto weiter reicht ‘das Gute’! Daher die ewige Heiterkeit der Kinder!
Gibt es weitere Beispiele?
Zum Beispiel die Gastfreundschaft. Der Sinn in den Gebräuchen der Gastfreundschaft ist: das Feindliche im Fremden zu lähmen. Wo man im Fremden nicht mehr zunächst den Feind empfindet, nimmt die Gastfreundschaft ab. Sie blüht, solange ihre böse Voraussetzung blüht.
Und wie geht es solchen, deren Auge schärfer ist?
D a h e r die Düsterkeit und der dem schlechten Gewissen verwandte Gram der großen Denker.
Die Ketzer des Mittelalters galten als böse...
Anders denken, als Sitte ist – das ist lange nicht so sehr die Wirkung eines besseren Intellektes, als die Wirkung starker Neigungen, loslösender, isolierender, trotziger Neigungen. Jedoch ist die Ketzerei das Seitenstück der Hexerei, und gewiss ebenso wenig, als diese, etwas Harmloses oder an sich selbst Verehrungswürdiges.
Worauf sind sogenannt böse Handlungen zurückzuführen?
Drei Viertel alles ‘Bösen’, das in der Welt getan wird, geschieht aus Furchtsamkeit: und diese ist vor allem ein physiologischer Vorgang. Woher kommt das menschliche Bedürfnis nach Moralität? Man wird moralisch, – nicht weil man moralisch ist! Die Unterwerfung unter die Moral kann sklavenhaft oder eitel oder eigennützig oder resigniert oder dumpf–schwärmerisch oder gedankenlos oder ein Akt der Verzweiflung sein: an sich ist sie nichts Moralisches. Wo wir eine Moral antreffen, da finden wir eine Abschätzung und Rangordnung der menschlichen Triebe und Handlungen. Diese Schätzungen und Rangordnungen sind immer der Ausdruck der Bedürfnisse einer Gemeinde und Herde. Mit der Moral wird der Einzelne angeleitet, Funktion einer Herde zu sein und nur als Funktion sich Wert zuzuschreiben. Moral ist Herden–Trieb im Einzelnen.
Was ist 'Vernunft'?
Das Vertrauen auf die Vernunft, mit dem die Gültigkeit der Urteile steht und fällt, ist, als Vertrauen, ein m o r a l i s c h e s Phänomen..
Aber warum hörst du auf dein Gewissen?