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Viel Urlaub mit kleinem Budget

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vor 1 MonatenCampus Nachrichten

Für Studenten und Schüler beginnt die schönste Zeit des Jahres: Ferien. Doch oft ist das Budget kleiner als die Reiselust. Etwas erleben kann man trotzdem.

Von Patrick Holenstein - via 20 Minuten Campus

Wenn man sich unter Studierenden umhört, erfährt man sehr schnell, dass es einige Möglichkeiten gibt, die ein Abenteuer versprechen und trotzdem das Portemonnaie nicht allzu sehr schmälern. Ob man fremde Couches benutzt oder für die Unterkunft im Land «chrampft», Hauptsache ist, dass man etwas erlebt. Zwei Studierende erzählen von ihren Erfahrungen.

Von Couch zu Couch

Roman R., Journalismusstudent aus Zürich, schwört auf Couchsurfing. «Bei dieser Art des Reisens erfährt man nicht nur allerhand über die Einheimischen und ihre Lebensweise, sondern man lernt auch eine Stadt aus ihrer ganz persönlichen Perspektive kennen. Und die findet man in keinem Reiseführer.» Die Idee ist simpel, praktisch und zudem noch günstig. Auf http://www.couchsurfing.com einloggen, Profil erstellen, definieren ob und zu welchen Bedingungen man bereit ist, das heimische Sofa zur Verfügung zu stellen und fertig.Jetzt kann aus den abertausenden Sofas, die in den Wohnzimmern rund um den Globus stehen, gewählt werden. Bei Bedarf – und sofern verfügbar – kann entlang der geplanten Reiseroute auf fremden Sofas genächtigt werden. Für viele liegt der Reiz auch darin, dass Reisende im eigenen Daheim zu Gast sind. «Es ist ein wenig wie umgekehrtes Reisen. Die Gäste bringen die grosse weite Welt zu dir nach Hause», erzählt Roman weiter.

Gastgeschenke gehören zum guten Ton

Inzwischen sind weltweit über 1 Million Menschen bei der Community registriert. Rund 36 Prozent der Mitglieder bieten ihre Sofas tatsächlich für Übernachtungen an. Bei Couchsurfing geht es jedoch nicht in erster Linie um die kostenlose Schlafgelegenheit. Die Idee hinter dem Projekt ist den Betreibern wichtiger. Couchsurfing soll den globalen Zusammenhalt und den interkulturellen Austausch fördern. «Aber das Schönste ist das Gefühl, man habe auf der ganzen Welt Freunde», berichtet Roman begeistert.Ein ungeschriebenes Gesetz ist, dass man den «Freunden» kleine Gastgeschenke wie Souvenirs aus dem Heimatland mitbringt. Ebenfalls gehört es zum guten Ton, dass man sich – sofern das der Gastgeber erwünscht – am Alltag beteiligt. Das kann vom Abwaschen über das Helfen beim Einkaufen bis zum Kochen gehen. Natürlich darf man gern mit einem Gericht aus der Heimat auftrumpfen, denn auch hier soll der Kulturaustausch zum Zuge kommen.


Farmarbeit für Kost und Logis.


Jobs gehen unter der Hand weg

Aber wieso nicht gleich einen Teil der Ferien mit Arbeit im Urlaubsland selbst verdienen? Sandra D., die kürzlich ihr Diplom in Soziologie abgeschlossen hat, schwärmt: «Ich war letztes Jahr in Neuseeland und habe mir eine Zeit lang mit Jobs Kost und Logis verdient. Die Erfahrungen, die ich beim Bewirtschaften einer Farm machen durfte, möchte ich keinesfalls missen.» Meist werden solche Jobs im Land selber allerdings unter der Hand vergeben und es bedarf ein wenig Glück, um an solche einfachen Arbeiten zu kommen. Als Gegenleistung sind, wie im Fall von Sandra, oft Unterkunft und Essen gedeckt, was das Budget entlastet. Allerdings sind solche Jobs meist an einen Ort gebunden und lassen ein Herumreisen im Land kaum zu. So wundert es nicht, dass Sandra erklärt: «Ich hab wirklich kaum Schweizer kennengelernt, die von dieser Möglichkeit Gebrauch machten.»